Jobportale
Google for Jobs für Betriebe: wie Stellen dorthin kommen
Kurz gesagt
Bei Google for Jobs stellen Sie keine Stelle direkt ein. Google übernimmt Stellen von Webseiten, die mit strukturierten Daten vom Typ JobPosting ausgezeichnet sind, etwa Ihre Stellenseite oder ein Jobportal. Pflicht sind Jobtitel, Beschreibung, Arbeitgeber, Arbeitsort und Veröffentlichungsdatum. Google nimmt dafür kein Geld an, sichert aber auch nicht zu, dass eine Stelle angezeigt wird.
Was ist Google for Jobs und für wen lohnt es sich?
Google for Jobs ist die Jobsuche in der Google Suche. Sie zeigt Stellenangebote mit Details wie Arbeitsort und Gehalt, Suchende filtern nach Ort oder Berufsbezeichnung und kommen mit einem Klick auf die Seite, auf der die Stelle steht. Die Funktion ist in Deutschland verfügbar. Diese Erklärung hat den Stand: Oktober 2026. Anleitungen zu weiteren Portalen finden Sie in der Übersicht der Jobportale.
Für Betriebe ist ein Punkt wichtig: Sie stellen dort nichts ein. Google übernimmt Stellen von Webseiten, die als Stellenausschreibung ausgezeichnet sind. Das kann Ihre eigene Stellenseite sein oder ein Jobportal, das diese Auszeichnung setzt. Deshalb lohnt sich das Thema für jeden Betrieb mit eigener Website oder eigener Stellenseite.
Was braucht Ihre Stellenseite?
Google verlangt eine eigene Seite je Stelle mit vollständiger Beschreibung. Sie muss ohne Anmeldung lesbar sein und man muss sich auf ihr bewerben können. Dazu kommen strukturierte Daten vom Typ JobPosting im Code der Seite. Diese Angaben nennt Google:
| Angabe | Was hinein gehört | Stufe |
|---|---|---|
| title | die Berufsbezeichnung, zum Beispiel „Anlagenmechaniker SHK“, nicht ein Werbetitel | Pflicht |
| description | die komplette Stellenbeschreibung | Pflicht |
| hiringOrganization | der Name des Betriebs | Pflicht |
| jobLocation | der Arbeitsort, möglichst mit vollständiger Adresse | Pflicht |
| datePosted | das Datum der ersten Veröffentlichung | Pflicht |
| baseSalary | das Gehalt, wie der Arbeitgeber es angibt, keine Schätzung | empfohlen |
| employmentType | die Art der Stelle, zum Beispiel Vollzeit | empfohlen |
| validThrough | das Ende der Bewerbungsfrist, nur wenn es eine gibt | empfohlen |
| directApply | ob man sich direkt auf der Seite bewerben kann | empfohlen |
Alles, was in den Daten steht, muss auch sichtbar auf der Seite stehen. Steht das Gehalt nur im Code, ist das ein Verstoß.
Wie kommt die Stelle Schritt für Schritt zu Google?
- Veröffentlichen Sie die Stelle auf einer eigenen Seite: eine Seite je Stelle, ohne Anmeldung lesbar, mit Möglichkeit zur Bewerbung.
- Fügen Sie die JobPosting-Daten mit allen Pflichtangaben ein.
- Prüfen Sie den Code mit dem Test auf Rich-Suchergebnisse von Google und beheben Sie Fehler.
- Prüfen Sie die Seite mit dem URL-Prüftool der Search Console. Sie darf nicht durch robots.txt, noindex oder eine Anmeldung gesperrt sein.
- Melden Sie Google die neue Seite. Für Stellen empfiehlt Google die Indexing API, zusätzlich eine Sitemap für die ganze Website.
- Ist die Stelle besetzt, nehmen Sie sie heraus: Seite entfernen (Status 404 oder 410), JobPosting-Daten entfernen oder validThrough in die Vergangenheit setzen. Danach Google über die Indexing API informieren.
Wie prüfen Sie, ob Google Ihre Stelle aufgenommen hat?
- Test auf Rich-Suchergebnisse: zeigt, ob die Daten gültig sind. Eine Vorschau zeigt, wie die Stelle aussehen könnte.
- Search Console, Statusbericht: zeigt nach der Indexierung gültige und ungültige Stellen.
- Search Console, Leistungsbericht: zeigt, wie oft die Seite als Rich-Suchergebnis angezeigt und angeklickt wird.
- Eigene Statistik: Besuche aus der Jobsuche erkennen Sie am Parameter
utm_source=google_jobs_apply.
Eine eigene Google-Suche nach Beruf und Ort zeigt nur einen Ausschnitt, weil Google Ergebnisse unter anderem nach Standort, Sprache und Gerät auswählt. Planen Sie einige Tage ein, bis eine neue Seite gecrawlt ist. Google weist selbst darauf hin, dass es die Anzeige in den Suchergebnissen nicht zusichern kann.
Was kostet es und wo liegen die Grenzen?
| Punkt | Was gilt |
|---|---|
| Kosten bei Google | Google nimmt keine Zahlung an, um eine Seite häufiger zu crawlen oder höher einzustufen. |
| Weg zu Google | Nur über Webseiten mit JobPosting-Daten, die eigene Seite oder ein Jobportal. |
| Dauer | Einige Tage bis zum Crawlen, eine feste Frist gibt es nicht. |
| Anzeige | Google sichert nicht zu, dass eine Stelle angezeigt wird. |
| Abgelaufene Stellen | Nicht erlaubt, sie müssen entfernt werden. |
| Verstöße | Google kann manuelle Maßnahmen ergreifen und Stellen aus der Jobsuche entfernen. |
Welche Fehler machen Betriebe häufig?
- Daten auf der Übersichtsseite. JobPosting gehört nur auf die Seite einer einzelnen Stelle, nicht auf eine Liste mehrerer Stellen.
- Gehalt nur im Code. Was in den Daten steht, muss auch auf der Seite stehen.
- Besetzte Stelle bleibt online. Abgelaufene Stellen mit JobPosting-Daten verstoßen gegen die Richtlinien.
- Schlagwörter im Titel. Überflüssige Begriffe, die das Ranking beeinflussen sollen, sind nicht erlaubt. Nehmen Sie die Berufsbezeichnung, gern mit m/w/d.
- Falscher Arbeitsort. Der Ort muss real sein und zur Stelle passen.
- Bewerbung nur mit Anmeldung oder gar nicht möglich. Beides schließt Google aus.
- Stelle ohne Erlaubnis des Betriebs. Ausschreibungen im Namen eines Unternehmens ohne dessen Auftrag sind verboten.
Mehr zu den Grundlagen steht im Lexikon unter Google for Jobs.
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Stelle in zwei Minuten anlegenQuellen
- 01Google Search Central: Strukturierte Daten für Stellenausschreibungen (JobPosting)Stand: Oktober 2026
- 02Google Search Central: Umfassender Leitfaden zur Funktionsweise der Google SucheStand: Oktober 2026
Weiterlesen
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