Ratgeber · Betrieb

Karriereseite für den Handwerksbetrieb: was darauf gehört

Meruna RedaktionAktualisiert am 4 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Auf eine Karriereseite im Handwerk gehören oben Beruf, Ort und Gehalt, danach Firmenwagen, Arbeitszeit, Einsatzgebiet und Aufgaben. Es folgen echte Fotos aus Ihrem Betrieb, ein Ansprechpartner mit Telefonnummer und ein Bewerben-Knopf, der am Handy funktioniert. Jede Stelle bekommt eine eigene Seite. Besetzte Stellen nehmen Sie sofort herunter.

Warum braucht ein Handwerksbetrieb überhaupt eine Karriereseite?

Wer von Ihrer Stelle hört, schaut zuerst auf Ihre Website. Steht dort nur "Wir suchen Verstärkung, Bewerbung an info@", ist die Fachkraft schnell wieder weg. Eine gute Seite beantwortet die Fragen, die sonst im ersten Telefonat kommen.

Die eigene Website spielt bei der Personalsuche eine Rolle. Laut IAB-Stellenerhebung waren Online-Portale, die eigene Firmen-Homepage und soziale Medien 2025 zusammen bei 52 Prozent der Neueinstellungen entscheidend für die Besetzung. Die Zahl gilt für alle Branchen und für alle drei Wege zusammen.

Karriereseite oder Stellenseite: was ist der Unterschied?

KarriereseiteStellenseite
Inhaltalle offenen Stellen und der Betrieb als Arbeitgebergenau eine Stelle
Zweckzeigen, wie es sich bei Ihnen arbeitetBewerbung auf diese eine Stelle
Google for Jobsals Übersicht ungeeignet für das Stellen-Markupgeeignet, wenn alle Angaben vollständig sind
Link zum Teilenallgemeingenau für diese Stelle, zum Beispiel per WhatsApp oder QR-Code

Google schreibt dazu: Das Markup für Stellenausschreibungen darf nur auf Seiten stehen, die eine einzelne Stellenausschreibung enthalten. Für einen kleinen Betrieb ist deshalb die Stellenseite der wichtigere Teil. Die Karriereseite verlinkt auf jede einzelne Stelle. Die Begriffe im Überblick: Karriereseite und Stellenseite.

Was gehört auf die Seite und in welcher Reihenfolge?

Schreiben Sie von oben nach unten in der Reihenfolge, in der eine Fachkraft entscheidet:

  1. Beruf und Ort in der Überschrift, zum Beispiel Anlagenmechaniker SHK (m/w/d) in [Ort].
  2. Gehalt als Spanne, direkt darunter.
  3. Firmenwagen, ob es einen gibt und ob er privat genutzt werden darf.
  4. Arbeitszeit und Einsatzgebiet: Wochenstunden, Bereitschaft, wie weit die Baustellen reichen.
  5. Aufgaben in drei bis fünf Punkten, in einfachen Worten.
  6. Was Sie erwarten: Gesellenbrief, Führerschein, sonst nur das Nötige.
  7. Ihr Betrieb: wie viele Leute, seit wann, was Sie machen. Dazu Fotos.
  8. Ansprechpartner mit Namen, Foto und Telefonnummer.
  9. Bewerben-Knopf, der am Handy funktioniert.

Was in die Anzeige selbst gehört, steht ausführlich im Ratgeber Stellenanzeige im Handwerk schreiben.

Welche Fotos wirken?

Fotos zeigen, was Text nicht kann: wie Ihr Betrieb aussieht und wer dort arbeitet.

  • Ihr Team, auf der Baustelle oder vor dem Betrieb. Fragen Sie die Kollegen vorher, ob sie auf der Seite zu sehen sein möchten.
  • Ihre Fahrzeuge, gerade wenn es einen Firmenwagen gibt.
  • Werkstatt und Lager, aufgeräumt.
  • Eine typische Baustelle, damit klar ist, woran man arbeitet.
  • Der Ansprechpartner, damit der Bewerber weiß, wer ihn anruft.

Ein Handyfoto bei gutem Licht reicht. Gekaufte Bilder von fremden Handwerkern wirken austauschbar.

Wie klappt die Bewerbung am Handy?

Wer Ihre Stelle abends auf dem Handy sieht, will sich auch dort bewerben, ohne Rechner und ohne fertigen Lebenslauf. Machen Sie es ihm leicht:

  • Name, Telefonnummer und wenige kurze Fragen reichen für den ersten Kontakt.
  • Der Lebenslauf ist freiwillig, ein Anschreiben braucht es nicht.
  • Wer lieber anruft, findet Ihre Nummer direkt neben dem Knopf.
  • Am Ende steht, wie es weitergeht, zum Beispiel: Wir rufen Sie zurück.

Was verlangt Google for Jobs von der Seite?

Google nennt in seinen Richtlinien für Stellenausschreibungen unter anderem diese Punkte:

  • Das Stellen-Markup steht nur auf Seiten mit genau einer Stellenausschreibung.
  • Die Stellenbeschreibung ist vollständig.
  • Abgelaufene Stellen sind nicht zulässig. Am besten nehmen Sie sie von der Seite.
  • Eine Bewerbung muss möglich sein. Die Details sind ohne Anmeldung sichtbar.
  • Der angegebene Ort stimmt mit dem echten Arbeitsort überein.

Wie Google for Jobs für Betriebe funktioniert, steht unter Google for Jobs.

Wo verlinken Sie die Seite?

Die beste Seite hilft nichts, wenn niemand sie findet. Setzen Sie den Link überall dort, wo Menschen Ihren Betrieb ohnehin sehen:

  • Auf Ihrer Website als eigener Menüpunkt (zum Beispiel Jobs oder Karriere) und im Fußbereich jeder Seite.
  • In Ihrer E-Mail-Signatur, damit jede Mail an Kunden und Lieferanten den Link trägt.
  • Auf dem Firmenwagen als QR-Code mit einem kurzen Satz wie: Wir suchen Verstärkung.
  • Am Aushang im Betrieb, beim Großhändler und an der Baustelle.
  • In der WhatsApp-Gruppe Ihrer Leute, damit sie den Link an Bekannte weiterschicken.

Legen Sie außerdem fest, wer die Seite pflegt. Eine Person prüft einmal im Monat, ob alle Stellen noch offen sind und ob Gehalt und Ansprechpartner stimmen.

Welche Fehler kosten Bewerbungen?

  • Kein Gehalt auf der Seite.
  • Stellen, die längst besetzt sind.
  • Bewerbung nur per E-Mail mit Anschreiben und Lebenslauf.
  • Die Anzeige als PDF zum Herunterladen.
  • Eine Seite, die am Handy nicht lesbar ist.
  • Keine Telefonnummer, kein Name.
  • Sätze, die auf jeden Betrieb passen, statt Tatsachen über Ihren.

Wie hilft Meruna bei der Stellenseite?

Meruna ist Recruiting-Software für Handwerksbetriebe in SHK, Elektro, Kälte und Klima. Sie beantworten sechs Fragen, dann ist Ihre Anzeige fertig, mit Gehalt, Firmenwagen und Einsatzgebiet. Daraus entsteht Ihre eigene Stellenseite mit Ihrem Firmennamen. Bewerben geht dort am Handy, der Lebenslauf ist freiwillig. Den Link setzen Sie auf Ihre Website, in die WhatsApp-Gruppe Ihrer Leute und als QR-Code auf den Firmenwagen.

Bei Arbeitsagentur, Indeed und der Fachkräftebörse Ihrer Kammer tragen wir Ihre Stelle mit Ihnen in Ihrem Konto ein. Ihre Stellenseite ist für Google for Jobs vorbereitet. Stellenseite in zwei Minuten anlegen

Quellen

  1. 01Google Search Central: Strukturierte Daten für Stellenausschreibungen (JobPosting)Stand: Oktober 2026
  2. 02IAB-Stellenerhebung 1/2026: Online-Medien sind bei der Personalsuche auf dem VormarschStand: Juni 2026

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