Leitfaden · Kapitel 3 von 6

Wo die Stelle steht: alle Wege im Überblick

Meruna RedaktionAktualisiert am 4 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Eine Stelle im Handwerk sollte an mehreren Orten stehen. Die Grundlage ist eine eigene Stellenseite mit Link. Dazu kommen die kostenlose Jobsuche der Arbeitsagentur, die Fachkräftebörse Ihrer Handwerkskammer, wenn es eine gibt, Google for Jobs und Ihr eigenes Umfeld. Bezahlte Anzeigen lohnen sich, wenn diese Wege für eine Stelle zu wenig Bewerbungen bringen.

Warum reicht ein einziger Ort nicht?

Jeder Weg erreicht nur einen Teil der Fachkräfte. Das gilt für die Zeitung, für ein Jobportal und für Empfehlungen. Die IAB-Stellenerhebung, eine regelmäßige Befragung von Betrieben, schreibt das ausdrücklich: Bei allen Suchwegen dürfte die Reichweite eingeschränkt sein, weil immer nur ein Teil der Zielgruppe angesprochen wird.

Die gleiche Erhebung zeigt, welche Wege 2025 über alle Branchen zur Einstellung geführt haben. Online-Portale wie die Jobsuche der Bundesagentur, private Jobbörsen, die eigene Firmen-Homepage und soziale Medien waren zusammen bei 52 Prozent der Neueinstellungen entscheidend. Die Suche über eigene Beschäftigte oder persönliche Kontakte war bei 27 Prozent entscheidend und damit der wichtigste einzelne Besetzungsweg.

Für Ihren Betrieb heißt das: Die Stelle gehört an mehrere Orte. Alle Wege führen am besten auf dieselbe Seite.

Welche Wege gibt es und was leisten sie?

WegKostenWen Sie erreichenWas Sie brauchen
Eigene Stellenseitekostenlos auf der eigenen Website, mit Software je nach Anbieteralle, die Ihren Link bekommen oder über Google kommeneine Seite je Stelle mit Link, die am Handy gut lesbar ist
ArbeitsagenturkostenlosMenschen, die gerade eine Stelle suchenein Konto im Portal der Bundesagentur
Fachkräftebörse der Handwerkskammernicht bei jeder Kammer, für Mitgliedsbetriebe, Bedingungen je KammerFachkräfte und Lehrlinge, die gezielt im Handwerk suchenMitgliedschaft in der Kammer, Zugang zur Börse
Google for Jobskostenlosalle, die bei Google nach Stellen sucheneine Stellenseite mit strukturierten Daten (JobPosting)
Eigenes UmfeldkostenlosBekannte Ihrer Mitarbeiter, Kunden, Nachbarn, Kollegen beim Großhandeleinen Link zum Teilen, einen QR-Code, einen Aushang
Indeedbis zu 3 Anzeigen je Kalendermonat kostenlos, gesponserte Anzeigen kostenpflichtigMenschen, die auf Jobportalen suchenein Arbeitgeberkonto bei Indeed
Bezahlte Anzeigen in Jobbörsen und sozialen Medienkostenpflichtigje nach Kanal auch Fachkräfte, die gerade nicht suchenBudget, Text, Bild und jemanden, der die Anzeige betreut

Eine Übersicht mit Anleitungen für jedes Portal finden Sie unter Jobportale.

Was bringt eine eigene Stellenseite?

Die Stellenseite ist der Ort, auf den alle anderen Wege zeigen. Sie gehört Ihnen und Sie bestimmen, was darauf steht. Sie bleibt online, solange die Stelle offen ist. Auf der Seite kann sich ein Bewerber direkt bewerben, ohne Konto bei einem Portal.

Eine gute Stellenseite enthält die Anzeige aus Kapitel 2, eine Telefonnummer und eine kurze Bewerbung am Handy. Wenn Sie mehrere Stellen haben, fassen Sie diese auf einer Karriereseite zusammen. Was dort hingehört, steht im Ratgeber Karriereseite für den Handwerksbetrieb.

Was leisten Arbeitsagentur und Kammerbörse?

Die Jobsuche der Bundesagentur für Arbeit ist für Arbeitgeber kostenlos. Für die Veröffentlichung brauchen Sie ein Konto. Ohne Konto können Sie die Stelle laut Bundesagentur auch online an Ihren Arbeitgeber-Service schicken. Dort suchen vor allem Menschen, die gerade eine Stelle brauchen. Die Anleitung Schritt für Schritt steht unter Arbeitsagentur.

Viele Handwerkskammern führen eine Lehrstellenbörse, eine eigene Fachkräftebörse für Gesellen nur ein Teil von ihnen. Wer dort sucht, will ins Handwerk. Die Bedingungen legt jede Kammer selbst fest. Was Sie dazu wissen müssen, steht unter Fachkräftebörse der Handwerkskammer und im Lexikon unter Fachkräftebörse.

Wie kommt die Stelle zu Google for Jobs?

Google zeigt Stellen in einem eigenen Bereich der Suche. Google liest sie aus strukturierten Daten auf Websites, dem sogenannten JobPosting-Markup. Darin stehen unter anderem Titel, Beschreibung, Datum und der Arbeitgeber. Laut Google gelten dafür feste Regeln: Abgelaufene Stellen sind nicht zulässig und Stellen, auf die man sich nicht bewerben kann, werden nicht angenommen. Und Google schreibt selbst, dass es nicht zusagen kann, solche Funktionen in den Suchergebnissen auch anzuzeigen. Mehr dazu unter Google for Jobs.

Wie nutzen Sie Ihr eigenes Umfeld?

Ihre Mitarbeiter kennen andere Fachkräfte, aus der Berufsschule, vom Fußball, von früheren Betrieben. Geben Sie ihnen etwas in die Hand, das sie weiterschicken können: einen Link für die WhatsApp-Gruppe und einen kurzen Satz dazu. Kleben Sie einen QR-Code auf den Firmenwagen und hängen Sie einen Aushang beim Großhändler auf. Wie das geht, zeigen die Ratgeber Stelle über WhatsApp teilen und Mitarbeiter werben Mitarbeiter.

Wann lohnen sich bezahlte Anzeigen?

Bezahlte Anzeigen lohnen sich, wenn eine Stelle eilt oder wenn die kostenlosen Wege über einige Wochen kaum passende Bewerbungen bringen. Das gilt besonders für Berufe, in denen wenige Menschen gerade aktiv suchen. Wie Sie die Fachkräfte erreichen, die eine Stelle haben und trotzdem offen für einen Wechsel sind, steht in Kapitel 6.

Bevor Sie Geld ausgeben, prüfen Sie diese Liste:

  • Steht die Stelle auf einer eigenen Stellenseite mit Link?
  • Steht sie in der Jobsuche der Arbeitsagentur?
  • Steht sie in der Börse Ihrer Kammer, wenn es eine gibt?
  • Haben Ihre Mitarbeiter den Link bekommen?
  • Steht das Gehalt in der Anzeige?

Ein kostenloser Weg, den Sie noch nicht genutzt haben, ist meist der erste Schritt. Mehr dazu im Ratgeber Kostenlos eine Stelle ausschreiben.

Wie hilft Meruna dabei?

Meruna ist Recruiting-Software für Handwerksbetriebe in SHK, Elektro, Kälte und Klima. Ihre Stelle bekommt eine eigene Stellenseite mit Link zum Teilen, für WhatsApp, als QR-Code für Aushang und Firmenwagen.

Bei Arbeitsagentur, Indeed und der Fachkräftebörse Ihrer Kammer tragen wir Ihre Stelle mit Ihnen in Ihrem Konto ein. Ihre Stellenseite ist für Google for Jobs vorbereitet.

Wie das im Einzelnen abläuft, lesen Sie unter Jobportale.

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Quellen

  1. 01IAB-Forum: IAB-Stellenerhebung 1/2026, Online-Medien sind bei der Personalsuche auf dem Vormarsch (08.06.2026)Stand: Oktober 2026
  2. 02Bundesagentur für Arbeit: Stellenangebote online veröffentlichenStand: Oktober 2026
  3. 03Bundesagentur für Arbeit: So funktioniert die Jobbörse der ArbeitsagenturStand: Oktober 2026
  4. 04Indeed: Limit für kostenlose StellenanzeigenStand: Oktober 2026
  5. 05Google Search Central: Strukturierte Daten für Stellenausschreibungen (JobPosting)Stand: Oktober 2026

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